Archiv der Vorworte
Lachen wir zuwenig?
Warum lachen wir so wenig?
Kann es sein, dass wir das Lachen verlernt haben?
Ich kenne Menschen, die extrem wenig lachen, und wenn ich mich mal selber kritisch betrachte, muss ich mit Bedauern feststellen, dass ich in meinen wilden jungen Jahren auch mehr gelacht habe.
Warum lache ich weniger?
Kann man das Lachen verlernen, oder vielleicht ist das Lachen im Alter nicht mehr so wichtig?
Oder liegt es daran, dass man nicht mehr so viel zu lachen hat, wenn man an sein vergangenes Leben zurückdenkt?
Lachen ist ein menschliches Bedürfnis, ich glaube aber auch, dass man das Lachen verlernen kann, sei es durch festgefahrene Strukturen im Alltag oder durch schlimme Erlebnisse.
In meinem Leben habe ich so einiges mitgemacht, und ich denke mir, dass es auch von daher kommt, dass ich weniger lache als früher. Unlängst war ich in einem Kabarett mit saublöden Pointen am laufenden Band, ich hatte gehofft, so richtig laut lachen zu können, aber stattdessen konnte man mir nur ein Lächeln entlocken. Eines hat mich allerdings nachdenklich gemacht: Als ich so in die Gesichter der Menschen blickte, konnte ich bei jedem 2ten ein aufgesetztes Lachen feststellen, und ich glaube, die wissen es gar nicht, dass sie nicht mehr lachen können!
Es gibt aber auch Tage, da muss ich für mich alleine lachen, wenn ich was Lustiges sehe oder irgendein witziges E-Mail bekomme.
Im Großen und Ganzen aber lache ich wirklich weniger als früher.
Ich muss aber auch sagen, dass ich in meinen jungen Jahren nicht alles so ernst genommen habe und mir auch viel weniger Gedanken machte als heute.
Meine Frage an Sie, liebe Leserinnen und Leser: Gibt es tatsächlich Menschen, die im Alter das Lachen verlernt haben, oder haben sie einfach vergessen zu lachen?
Ist es so, dass das Lachen für einen nicht mehr so wichtig ist, oder denkt man, man hat einfach nichts mehr zu lachen?
Gehen Sie einmal ins Altersheim und beobachten Sie die Menschen dort. Sie werden feststellen, dass kaum jemand mehr herzhaft lachen kann, und das finde ich sehr schade.
Ich denke daher, dass man das Lachen nicht nur verlernen kann, sondern auch wieder erlernen kann. Für so manchen Menschen wird das ein schwieriger und für jeden ein anderer Lernprozess sein, aber wenn man sich dessen erst mal bewusst ist und es wirklich ändern will, hat man eine echte, realistische Chance auf Erfolg.
Blicken Sie nicht zurück, sondern blicken Sie mit einem herzhaften Lachen nach vorne.
Ich wünsche Ihnen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr, ab Februar 2012 lesen Sie wieder von mir …
Ihr Reinhard Wernbacher
Herausgeber & Chefredakteur
EDITORIAL
Haben Sie einen Wahren Freund?
Von allen anderen menschlichen Beziehungen unterscheidet sich eine Freundschaft wie folgt.
Freundschaften basieren zum Gegensatz von Bekanntschaften auf Liebe. Im Vergleich zu Liebenden oder verheirateten Paaren sind Freundschaften frei von Eifersucht, frei von Kritik und Unmut. Freundschaften basieren auf keinen rechtlichen Grundlagen wie ein Vertrag mit einem Geschäftsfreund oder eine durch das Gesetz gebundene Ehe. Freundschaften werden frei geschlossen, frei gegeben und frei ausgeübt.
Für mich steht eine Freundschaft auf drei Säulen.
Sympathie
Empfinde ich für jemanden Sympathie, habe ich auch die Fähigkeit, Freude und Leid mitzufühlen, und eine scheinbar grundlose Zuneigung gibt mir das Gefühl der inneren Verwandtschaft. Der bloße Anblick fremden Leidens, fremder Trauer oder fremden Glücks oder der bloße Gedanke daran erweckt in mir unmittelbare analoge Gefühle, wie die des Leidenden oder Glücklichen.
Toleranz und Akzeptanz …
ist eine unbedingt notwendige Säule, um den Erhalt einer Freundschaft tragen zu können, da kein Mensch dem anderen gleichen kann. Das bedeutet für mich, dass ich mit Neugier und Interesse auf den anderen zugehe, ich kann mich dadurch besser kennen lernen, da mir mein Gegenüber meine Eigenschaften spiegelt. Ich selbst kenne nur meinen Weg, ein Freund kann mir andere Wege zeigen.
Weiters heißt das auch, den anderen auch mit seinen schwachen Seiten zu akzeptieren. Ich hege z.B. eine gewisse Bewunderung für meine Freunde, die mit Intelligenz, Verlässlichkeit und Kraft gesegnet sind, aber ich berücksichtige auch, dass der Intelligente auch Fehler machen kann, der Verlässliche auch etwas vergessen kann oder der Starke schwach sein kann. Das ist oft ein Prüfstein für eine Freundschaft!
Geben und Nehmen
Ist eine Freundschaft einseitig, weil man nur gibt, dann fühlt man sich irgendwann ausgenutzt, unsere Erwartungen wurden nicht erfüllt, und es folgt Enttäuschung.
Also sollten wir uns klar sein, mit wem wir eine Freundschaft eingehen: mit einem Menschen, der bedürftig ist, oder mit jemandem, wo geben und nehmen möglich ist.
Auf den Punkt gebracht
Wahre Freunde betrügen sich nicht, nutzen sich nicht aus und lügen sich nicht an. Freunde stellen sich nicht nach. Freunde sind stolz auf den Erfolg des Anderen, aber auch niedergeschlagen durch dessen Misserfolg. Freunde kümmern und sorgen sich umeinander, sind jederzeit bereit, zu helfen. Wahre Freundschaft wird nur schwer erworben, aber in ihren guten Tagen erzeugt wahre Freundschaft einen Rauschzustand der Ekstase.
Ich habe zwei wahre Freunde; das sind zwei Menschen, auf die ich mich zu allen Zeiten hundertprozentig verlassen kann, die verschwiegen, ehrlich, zuverlässig sind, die immer für mich da sind, die ich mitten in der Nacht herausläuten kann – die mich immer unterstützen und immer ehrlich zu mir sind. Die mich nicht hintergehen, die mir nichts Böses wünschen, die mir zuhören, die mitfühlen und die meine Nächsten sind.
Ihr Reinhard Wernbacher
Herausgeber & Chefredakteur
PS: Wir konnten einen perfekten Start der Oststeirischen in den Bezirken Fürstenfeld, Feldbach und Radkersburg hinlegen, der unsere Erwartungen bei weitem erfüllte.
Danke an unsere Inserenten/
-innen, die uns diesen Start ermöglicht haben und uns ihr Vorschuss-Vertrauen entgegengebracht haben und – ich hoffe – auch weiterhin geben werden. Auf Wunsch unserer Kunden und Leser werden wir ab Herbst unser Verbreitungsgebiet auf Hartberg und Oberwart ausdehnen.

